///Mailänder Designwoche: Ein Überlebensführer für Insider

Mailänder Designwoche: Ein Überlebensführer für Insider

2019-03-19T16:37:30+00:0019/03/2019 |

Vibia - Salone del Mobile Milano

Die Mailänder Designwoche, die sich vom 9. bis 14. April praktisch über eine komplette Woche hinzieht und mit jeder Art von Events und Ausstellungen angefüllt ist, ist die größte Messe ihrer Art auf der ganzen Welt. Fast eine halbe Million Besucher fällt zu Messezeiten in die Stadt ein, um dem Salone del Mobile –der sich auf dem Messegelände Rho Fiera vor den Toren Mailands über 200.000 m2 erstreckt– sowie den unzähligen weiteren Veranstaltungen des Fuorisalone ihren Besuch abzustatten.

 

Die zahlreichen Termine können leicht jeden noch so erfahrenen Messebesucher überwältigen, weshalb wir als kleine Hilfe für Sie verschiedene Experten um Insider-Tipps gebeten haben –angefangen bei den Transportmöglichkeiten bis hin zu Unterhaltungsangeboten–, damit Sie Ihr Programm möglichst perfekt erledigen können. Javiera Del Río, Geschäftsführerin von Open Dark, einem Leuchtenhersteller aus Santiago de Chile, besucht die Mailänder Designwoche jedes Jahr, genauso wie auch der Designer François Pellan, der für Arik Levy in Paris tätig ist. Fulvio Fratti ist ein Verkaufsvertreter von Vibia, der in Mailand geboren und aufgewachsen ist.

 

Vibia - Survival guide to Milano Design Week

 

Die besten Übernachtungstipps

Del Río empfiehlt, eine Unterkunft in der Nähe der roten (M) oder blauen (S) Linie der U-Bahn zu suchen, die beide direkt zum Messegelände fahren. Pellan schwört auf Chinatown –in seinen Worten “ruhig und komfortabel”–, während Fratti die nahe gelegenen Städte Como oder Bergamo vorzieht. “Das sind schöne Städte und gar nicht weit von Mailand entfernt”, meint er.

 

Mobilität innerhalb der Stadt

Diese Frage ist wegen der vielen Staus ein wichtiger Punkt. Alle unsere Experten verweisen auf die öffentlichen Verkehrsmittel bzw. empfehlen zu Fuß zu gehen; dabei schlägt Fulvio Fratti vor, unbedingt die nachstehende Reihenfolge einzuhalten: 1) Fußmarsch, 2) U-Bahn, 3) Bike-Sharing. Außerdem empfiehlt er die historische Straßenbahn. “Die technische Bezeichnung des ursprünglichen Modells lautet ‘Series 1500 Carrelli’; einige Bahnen dieses Typs wurden 1928 gebaut und fahren noch immer –und zwar gut”, sagt er mit Bewunderung. “Es gibt sogar eine Carelli, die als Restaurant unterwegs ist; da bekommt man nicht nur gutes Essen, sondern auch einen großartigen Wein serviert, während man eine nächtliche Tour durch die Innenstadt von Mailand macht.”

Wegen der langen Schlangen kann der Kauf der U-Bahn-Tickets viel Zeit kosten, weshalb Del Río es vorzieht, Tageskarten zu erstehen, während Fratti seine Tickets außerhalb der Stoßzeiten direkt in der U-Bahn oder an den weniger überlaufenen Zeitungskiosken kauft.

 

Anreise zur Messe

Unsere Experten raten dringend dazu, für die An- und Abreise nach bzw. von Rho Feira unbedingt die U-Bahn zu benutzen –oder den Zug, wenn die U-Bahn mal wieder streikt. Del Río and Pellan empfehlen, jeweils 30-40 Minuten vor dem Öffnen/Schließen des Messegeländes dort zu sein bzw. es zu verlassen, um so dem morgendlichen Ansturm auf die Messestände zu entgehen sowie dem Massenandrang der U-Bahn-Nutzer, die allabendlich auf ihrem Rückweg nach Mailand die Bahnen überschwemmen.

 

Auf der Messe überleben

Was man nach Meinung unseres Expertenteams unbedingt und vor allem braucht, sind bequeme Schuhe und Kleidung nach dem Zwiebelprinzip. “Die beste Wahl für Ihre Füße sind mit Sicherheit bequeme Sportschuhe”, meint Del Río. “Und wählen Sie Ihre Kleidung so, dass Sie Teile ausziehen und im Rucksack unterbringen können –aber nichts Schweres, das dann im Laufe des Tages eine immer größere Last wird.”

Wenn es ums Organisieren geht, sind Del Ríos Prioritäten zunächst einmal sicherzustellen, dass sie während der ersten Messetage auf jeden Fall die Marken und Stände besucht, die sie am meisten interessieren; daher plant sie ihre Messeroute nach der Platzierung der entsprechenden Stände. Die letzten Tage nutzt sie dann dazu, sich all das anzusehen, das beim Vorbeilaufen ihr Interesse geweckt hat. Für Pellan dagegen sind die Kunden oberste Priorität, an zweiter Stelle folgen die großen Marken und, last but not least, kleinere Marken mit spannendem Potenzial. Und welche Methode hat sich für Fratti bewährt? “Ich vertraue auf ein gründliches vorheriges Studium des Messeplans. Oder greife zu meiner Lieblingsmethode: alles komplett dem Zufall überlassen.”

 

Vibia - Survival guide to Milano Design Week

 

Kataloge zu sammeln –nach Pellan “schwer, was das Gewicht angeht, aber leicht zu verlieren”– ist nicht so das Ding unserer Experten; sie nehmen lieber Visitenkarten mit oder halten Notizen und Fotos gleich in ihren iPhones fest. “In meinen Rucksack kommen nur Broschüren, die mein Interesse wirklich sehr stark geweckt haben”, sagt Del Río, “aber normalerweise stecke ich nichts ein, das mir mein Hauptziel erschwert: so viele Stände wie möglich zu besuchen.”

Was das Essen auf der Ausstellung angeht, kauft Pellan normalerweise ein Sandwich gegen 12.30 Uhr, bevor die Schlangen zu lang werden. Del Río mietet während der Messe ein Apartment in Mailand, in dem sie ausgiebig frühstückt, einen Snack fürs Mittagessen zubereitet, den sie mitnimmt, und das Abendessen kocht. “Und tagsüber trinke ich sehr viel,” fügt sie hinzu.

 

Salone del Mobile oder Fuorisalone?

Del Río verbringt die meiste Zeit der Woche auf der Euroluce und besucht in ihrer Freizeit den Fuorisalone. Fratti verteilt seine Zeit auf beide Messen gleichermaßen, aber seine Lieblingsorte des Fuorisalone sind Brera, Isola, Durini, Tortona und Lambrate.

 

Abendunterhaltung

Neben den zahlreichen Design-Partys am Abend gibt es natürlich auch jede Menge Restaurants zur Auswahl. Pellan nimmt abends zunächst einen Aperitiv in Navigli ein, geht dann zur traditionellen Pizza Napoli über, um den Abend mit einem Eis bei einem Spaziergang durch die Stadt abzuschließen.

“In Mailand kann man alles finden, was man sich nur wünschen kann”, so Fratti, der auf die unzähligen italienischen wie auch koreanischen, japanischen, indischen und afrikanischen Restaurants verweist. “Eataly ist vielleicht der beste Ort, um in den Abend zu starten”, meint er.

 

Weitere Informationen und Hinweise zur Mailänder Designwoche finden Sie unter: Architonic, Interni und Archiproducts.

 

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